FEDERATION DES ASSOCIATIONS D'INGENIEURS
FÖDERATION DER INGENIEURVERBÄNDE
SAAR-LOR-LUX

 

Die Geschichte des FDI


"FDI SAAR-LOR-LUX": Eine Drei-Staaten-Föderation
von Europäischen Ingenieuren

Drei Vereinigungen von Ingenieuren in drei Nachbarländern,

- der "Verein Deutscher Ingenieure Bezirksverein Saar e.V." (VDI-BV-Saar) - für Deutschland,
- die "Union Régionale des Ingénieurs et Scientifiques de Lorraine " (URIS) für Frankreich und
- die "Association Luxembourgeoise des Ingénieurs" (ALI) für Luxemburg
haben schon eine lange Geschichte aktiver Beziehungen.

Der Ursprung dieser Beziehung geht auf die 80er Jahre zurück, als eine Gruppe von Ingenieuren aus Deutschland und Luxemburg sich mit ihren französischen Kollegen verband, um die Probleme zu untersuchen, die durch das neu gebaute französische Atomkraftwerk bei Cattenom, nahe der deutsch luxemburgischen Grenze, entstanden.

Dies zeigte offenkundig, daß viele der heutigen technischen Probleme die politischen Grenzen überschreiten. In erster Linie betrifft dies Einflüsse auf Lebensbedingungen, Umwelt etc. und es kann bedeutsam sein für die technische Entwicklung von Konzeptions-, Planungs- und Produktionsschritten.

Die technische Arbeitsgruppe, die in dieser Zeit gebildet wurde, entwickelte schnell eine freundschaftliche Beziehung, die zur Grundlage verschiedener Aktivitäten wurde:

  • Es wurde zur Tradition, jedes Jahr den "Journée de l'Ingénieur SAAR-LOR-LUX" bzw. "SAAR-LOR-LUX Ingenieurtag" zu veranstalten, der nacheinander in einem der drei Länder abgehalten wurde und etwa 200 bis 400 Ingenieure mit Familien zu einem technischen und gesellschaftlichen Ereignis vereinigte.
  • Eine Arbeitgruppe von 10 bis 12 Ingenieuren aus den drei Ländern arbeitet gegenwärtig an Problemen, die für Ingenieure aus dem Saarland, aus Lothringen und Luxemburg gleichermaßen von Bedeutung sind. 1993 führte diese Arbeit zu einer Veröffentlichung in französischer und deutscher Sprache, die den kurzfristigen Mangel an Ingenieuren in der SAAR-LOR-LUX-Industrie belegte.
  • Im Mai 1995 hielt die Deutsche Vereinigung von Ingenieuren, der Verein Deutscher Ingenieure (VDI), ihre nationalen "Deutschen Ingenieurtage" in Saarbrücken, in der Nähe von Lothringen und Luxemburg, ab. Die SAAR-LOR-LUX Gruppe von Ingenieuren beteiligte sich aktiv an der Organisation dieser Drei-Tage-Veranstaltung, zu der vom VDI 130 französische Ingenieursstudenten von den Ingenieursschulen in Lothringen eingeladen wurden.
  • Am 02.12.1996 wurde die SAR-LOR-LUX Gruppe von Ingenieuren offiziell in die "Fédération des Associations d'Ingénieurs SAAR-LOR-LUX" bzw. "Föderation der Ingenieurverbände SAAR-LOR-LUX" umgewidmet und formal durch die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags von den drei Vereinigungen besiegelt. Dieser Festakt fand in der kleinen Stadt Schengen statt, bestens bekannt durch die Unterzeichnung des "Free Circulation Act" der Europäischen Union am 04.06.1985, der die Feizügigkeit in der EU vertraglich fixierte.


Diese Darstellung der Entstehung des FDI-SAAR-LOR-LUX zeigt, wie Ingenieure von europäischen Nachbarländern, die in der Vergangenheit durch künstliche Barrieren getrennt worden sein mögen, jetzt ungezwungen zur Zusammenarbeit veranlaßt wurden.

Viele andere Beispiele von europäischen Ingenieur-Kooperationen könnten sicherlich in einem anderen Zusammenhang genannt werden, z.B. durch grenzüberschreitende oder multinationale Industrie-Aktivitäten. Andere Beispiele weisen in die Zukunft, wie z.B. der Organisation der SME's in einem europäischen Netzwerk.

Der Präsident der FEANI (der Europäischen Föderation von Nationalen Ingenieurverbänden), Sir John Cullen, hat die Bedeutung der Kommunikation zwischen europäischen Ingenieuren zum Ausdruck gebracht: Verbindungen mit solchen Ingenieurgruppen wie die FDI SAAR-LOR-LUX aufzunehmen, ist für die FEANI zweifellos interessant.

(Nach dem Konzept von I. Brikké)


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